GETTY IMAGES,
die weltweit größte Vertriebsagentur für visuellen Content, hat die Analyse des ersten Quartals 2026 bekannt gegeben, und da gibt es einiges nachzulesen, was für Fotograf:innen und Bildagenturen interessant sein dürfte.
Die wichtigsten Punkte:
- Das Ergebnis ist um 15% gesunken
- Editorial (redaktionelle Nutzung von Pressefotografie) stieg um 11%, vor allem wegen der Berichterstattung über die Olympischen Spiele in Cortina
- Creative (PR- und Werbenutzung von Illustrationsfotos) fiel um 4,5%
CEO Craig Peters bezog sich auch auf KI im Zusammenhang mit verschiedenen Faktoren im Kreativbereich:
- Stock-Agenturen befinden sich im langfristigen Abwärtstrend, da Kunden viele Produktionen mithilfe von KI-Tools selbst erstellen
- MicroStock leidet unter den KI-gestützten Suchergebnissen von Google
- Generative KI-Angebote werden in verwandte Produkte integriert und schrecken so Großabnehmer ab (Anm. GH: Weil keine Exklusivität für die beworbene Marke garantiert ist?)
Die wichtigste Info für uns Pressefotograf:innen, Pressebildagenturen und Videoreporter:innen dürfte jedenfalls sein:
Redaktionelle Inhalte sind die Hälfte des visuellen Content-Markts und können von KI nicht ersetzt werden!
Im Detail bedeutet es vor allem:
- Exklusive redaktionelle Inhalte mit Herkunftsnachweis werden immer wichtiger!
- Massenware wird an Bedeutung verlieren.
- Archive mit verifiziertem historischem Bildmaterial werden wertvoller.